Grüne wollen nach der Kommunalwahl gemeinsame Plakatwände für alle Parteien
Hameln. Wahlplakate an nahezu jeder Kreuzung und an zahlreichen Laternen gehören auch in diesem Kommunalwahlkampf wieder zum Stadtbild. Gleichzeitig erreicht den Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Hameln viel Kritik aus der Bürgerschaft an der Menge der aufgehängten Plakate.
„Wir nehmen diese Rückmeldungen sehr ernst. Es geht nicht darum, politische Werbung grundsätzlich infrage zu stellen. Aber die schiere Menge wird von vielen Menschen als störend empfunden“, sagen Petra Scheller und Samuel Everding, Vorsitzende des Ortsverbands Bündnis 90/Die Grünen Hameln.
Die Grünen schlagen deshalb vor, nach der Kommunalwahl erneut über gemeinsame Plakatwände zu sprechen. Auf einer überschaubaren Zahl zentraler Flächen könnten alle Parteien und Wählergemeinschaften gleichermaßen für ihre Kandidierenden und Inhalte werben.
„Diese Idee wurde bereits vor einigen Jahren diskutiert, damals allerdings abgelehnt. Wir finden, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sie wieder aufzugreifen“, so Scheller und Everding.
Auch ökologische und wirtschaftliche Gründe sprechen aus Sicht der Grünen dafür. Weniger Plakate bedeuten weniger Material, Produktionskosten, Transport und Entsorgungsaufwand. Gleichzeitig würde das Stadtbild deutlich übersichtlicher.
Hagen Langosch und Anett Dreisvogt, Spitzenduo der Hamelner Grünen, erklären: „Wahlkampf sollte ein Wettbewerb um die besten Ideen für unsere Stadt sein und nicht darum, wer die meisten Laternenmasten mit seinem Gesicht bestückt. Gemeinsame Plakatwände würden Sichtbarkeit für alle ermöglichen und gleichzeitig die Plakatflut deutlich reduzieren.“
Die Grünen wollen das Thema nach der Wahl zeitnah auf die Tagesordnung setzen und gemeinsam mit den anderen demokratischen Parteien und Wählergemeinschaften nach einer fairen Lösung suchen.
„Wir glauben, dass eine solche Regelung auch bei vielen Bürgerinnen und Bürgern auf Zustimmung stoßen würde. Weniger Plakate, mehr Inhalte und mehr Übersicht wären ein Gewinn für Hameln“, so Scheller und Everding abschließend.