MdL Britta Kellermann: Vorfahrt für den Igel – bundeseinheitliche Regeln für Mähroboter jetzt auf den Weg bringen

Weserbergland. Igel sind aus unseren Gärten kaum wegzudenken. Umso alarmierender ist es, dass sie inzwischen auf der Vorwarnstufe der Roten Liste stehen. Neben Straßenverkehr und Lebensraumverlust tragen zunehmend auch Mähroboter zu dieser Entwicklung bei. Deswegen haben die Grünen gemeinsam mit der SPD einen Antrag in den Niedersächsischen Landtag eingebracht, der klare Bedingungen für den Einsatz von Mährobotern vorsieht. Ziel ist es, insbesondere die Nutzung in den Nachtstunden zu regulieren, da Igel nachtaktiv und dann besonders gefährdet sind.

Die grüne Landtagsabgeordnete Britta Kellermann erklärt dazu: „Wenn Igel nachts oder in der Dämmerung unterwegs sind und sich bei Gefahr einrollen, haben sie kaum Chancen gegen die scharfen Klingen von Mährobotern. Wir fordern daher Maßnahmen, die den Schutz von Igeln und anderen Kleintieren verbessern.“

Manche niedersächsische Kommunen sind bereits mit eigenen Beschränkungen vorangegangen. „Das ist eine richtige Entscheidung, im Ergebnis gibt es aber leider einen Flickenteppich von Vorschriften und Bestimmungen. An bundeseinheitlichen Vorgaben – etwa einem Nachtfahrverbot für Mähroboter – führt daher kein Weg vorbei“, so Britta Kellermann weiter.

Tierschutzorganisationen und Igel-Rettungsstationen, wie der Hamelner Verein „Weser-Igel“ berichten seit Jahren von teils schwer verletzten Tieren. Abgetrennte Gliedmaßen und tiefe Schnittverletzungen sind keine Einzelfälle. Die Technik der Geräte ist auf einen sauberen Rasenschnitt ausgelegt und nicht auf das Erkennen von Kleintieren, die sich bei Gefahr zusammenrollen statt zu fliehen.

„Ein Nachtfahrverbot schränkt niemanden spürbar ein, rettet aber unzählige kleine Leben“, betont Britta Kellermann. Der gemeinsame Antrag von SPD und Grünen setzt daher auf klare gesetzliche Rahmenbedingungen statt auf freiwillige Selbstverpflichtungen. Ziel ist ein einheitlicher, praktikabler Schutz für Igel und andere Kleintiere, damit heimische Gärten nicht zur tödlichen Falle werden.

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