Bad Nenndorf ist „kein Platz für Nazis!“

Darum geht’s

Alt- und Neonazis, die am gestrigen Samstag zum „Trauermarsch“ nach Bad Nenndorf gekommen waren, zogen am Abend wieder ab, ohne dass sie ihre Kundgebung abhalten konnten.

 

Das sagen die Grünen

Anja Piel, Fraktionsvorsitzende

„Dieser Tag hat zwei strahlende Sieger gesehen: Bad Nenndorfs Bürger und die Demokratie. Es bleibt zu hoffen, dass diese weitere Niederlage dazu führt, dass die Rechten Bad Nenndorf aufgeben.“

„Mit vereinten Kräften ist es gelungen, das unerträgliche und geschichtsverdrehende Schauspiel zu unterbinden, das die Nazis vor dem Wincklerbad aufführen wollten.“

„Der Widerstand gegen den Aufmarsch war bunt, er war laut, und er war vielfältig. Und das Wichtigste ist: Er war wirksam. Bad Nenndorf hat damit auch für die nächsten Jahre ein eindeutiges Signal gegeben: Hier ist kein Platz für Nazis!“

Zum Hintergrund

Nach Polizeiangaben genau 286 Nazis waren nach Bad Nenndorf gereist, um ihren „Trauermarsch“ – wie in jedem Jahr seit 2006 – direkt vor das Wincklerbad zu führen. Ihnen stemmten sich etwa 2000 Demonstranten entgegen. Gerichte hatten festgelegt, dass die Kundgebung der Nazis auf dem Platz vor dem Wincklerbad um 20 Uhr hätte beendet sein müssen. Als sich um 19.15 Uhr abzeichnete, dass die Polizei noch länger damit beschäftigt sein würde, Sitzblockierer von dem Platz zu räumen, verzichteten die Nazis auf ihre Kundgebung und traten den Rückzug zum Bahnhof an. Sie hatten es lediglich bis zur Rückseite des Wincklerbades geschafft.

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